TAKT-Projekte

Der TAKT-Rat hat seine Förderempfehlungen ausgesprochen.
Wir freuen uns über die Vielfalt an Projekten, die 2025 durch TAKT gefördert werden – sie setzen wichtige Impulse für Empowerment, den Abbau von Diskriminierung und die Stärkung einer lebendigen Demokratie.

Workshop Freund_innenzentriertes Leben für Queers*

Trägerschaft: adis e.V.

Ziel des Projektes “Freund_innenzentriertes Leben” ist im Rahmen eines dreitägigen Workshops den Raum zu schaffen, wie Lebensentwürfe fernab von heteronormativer Liebesbeziehung, Ehe und Kleinfamilie aussehen können. Die Frage spielt insbesondere für queere Menschen eine große Rolle. Wie können queere Menschen Bedürfnisse nach Sicherheit, Verbundenheit und Verantwortung erfüllen, ohne dabei auf die gesellschaftlich gelernten und vorhergesehenen Instanzen zurückzugreifen.
Der Workshop hat ein Queer-Feministischen und Intersektionale Zugang auf das Thema “Freund_innenzentrierte Netzwerke”. Sowohl als politisches Konzept als auch als elementarer Bestandteil unserer Leben. Dabei geht der Workshop nicht darum abstrakt über das Thema zu sprechen, sondern bietet den Raum für jede Teilnehmende Person ihre Fragen und Herausforderungen zum Thema zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Verschiedenen Alters- und Lebenssituationen sowie Positionierungen werden dabei berücksichtigt.

Queer Refugee Meetup

Trägerschaft: Queeres Zentrum Tübingen e.V.

Queer Refugee Meetup
Gemeinsam einen Raum schaffen
Im Queeren Zentrum Tübingen möchten wir einen offenen und sicheren Raum für LGBTQIA+ Menschen mit Fluchterfahrung schaffen.
Alle Interessierten sind deshalb herzlich eingeladen ab dem 29.06.25 und an Folgeterminen vorbeizukommen. Es soll eine Möglichkeit geschaffen werden, dass queere Personen mit Fluchterfahrung sich kennen lernen, ihre Erfahrungen teilen und sich untereinander organisieren. Unser Wunsch ist es in erster Linie, dass die Teilnehmenden dieses Projekt als eine Art Sprungbrett nutzen, um dann darüber hinaus selbstständig Netzwerke zu bilden und auch in Zukunft Treffen planen zu können. Das Queere Zentrum Tübingen soll dabei also eine unterstützende, aber nicht vereinnahmende Rolle spielen.
Die Möglichkeiten die Treffen zu gestalten sind dabei selbstverständlich vielfältig. Ein gemütlicher Filmabend? Gemeinsames Kochen? Oder einfach nur ein ruhiges Zusammenkommen? Die Teilnehmenden entscheiden selbst und werden bei uns dabei mit unseren Räumlichkeiten, Verpflegung und der Organisation unterstützt.
Es sind auf jeden Fall Menschen vor Ort, die Englisch und Deutsch sprechen. Wir sind vermutlich nicht in der Lage für jede andere Sprache eine Person zu finden die vor Ort dolmetschen kann, können aber auf Nachfrage schauen, was sich organisieren lässt.
Für aktuelle Informationen oder Fragen:

Unsere Website:

(Auch in folgenden Sprachen: English, Français, Українською, Türkçe, العربية , فار س , Kiswahili, Русский)
Instagram: @queereszentrumtuebingen
Mail: info [at] queereszentrumtuebingen [dot] de

Hyperfokus Meetup

Trägerschaft: Queeres Zentrum Tübingen e.V.

Hyperfokus Meetup

Öffentliche Räume sind für neurodivergente Menschen (z.B. Menschen mit ADHS und
autistische Menschen) häufig schwer zugänglich. Zum Beispiel durch viele Reize, Othering und Unverständnis von neurotypischen Menschen. So kann es häufig schwer sein, Anschluss zu finden. Deshalb möchten wir eine Veranstaltung gestalten, die sich explizit an neurodivergente Menschen richten. Das Ziel ist dass wir uns abseits von neurotypischen Normen kennenlernen und austauschen können und uns dadurch gegenseitig empowern.

Wir halten in gemütlichem Rahmen kleine Vorträge zu unseren Lieblingsthemen, unseren Hyperfoki oder Special Interests. Zum Beispiel Queen (die Band), Züge, Haie, Röntgenstrahlung, die Geschichte von Frauenfußball, … Wir wollen es uns gemütlich machen und auf unsere Bedürfnisse achten. Jeder kann jederzeit rausgehen, wenn ein Thema ungenehm ist. Wir machen regelmäßig Pausen. Es geht uns um den Spaß am Rumnerden und auf keinen Fall um Leistung. Ihr müsst keine Expert*innen sein, erzählt soviel ihr wollt, oder hört einfach den anderen zu.

Workshop : Sexuelle Vielfalt erklärt für Eltern

Trägerschaft: Aidshilfe Tübingen Reutlingen e.V.

Vielfalt verstehen – Informationen zu sexueller Vielfalt für Eltern und interessierte Erwachsene

Ein zentraler Aspekt, der junge Menschen in der Pubertät beschäftigt, ist die Entdeckung und Bildung der eigenen Identität. Hierbei spielen auch die sexuelle Orientierung und Geschlecht eine wichtige Rolle. Neben Freundeskreis und Gleichaltrigen, sind in dieser Phase vor allem auch die Eltern und andere Erwachsene aus dem sozialen Umfeld der Jugendlichen wichtige Anlaufstellen und Bezugspersonen. Der Umgang mit dem intimen und tabubehafteten Thema der Sexualität kann für beide Seiten herausfordernd sein. Offene, wertschätzende und vorurteilsarme Kommunikation kann dies erleichtern. Voraussetzung hierfür ist verlässliches Wissen zu sexueller Vielfalt jenseits von fake news und Mythen.

Was gehört also alles zum Spektrum von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt? Was brauchen Menschen, die gerade ein Coming-Out durchleben? Und mit welchen Herausforderungen werden queere Menschen konfrontiert?

Mit unserem Angebot richten wir uns an Eltern queerer Jugendlicher und andere Erwachsene mit Bezug zu dem Thema. Im Workshop möchten wir einen positiven Umgang mit den Themen sexuelle Vielfalt und geschlechtliche Identität unterstützen. Hierbei geht es nicht nur darum, reines Wissen und Definitionen zum Thema LSBTIQA+ zu vermitteln. Vielmehr möchten wir einen Raum für Austausch und Diskussionen schaffen, in dem die Teilnehmenden entsprechende Fragen klären und sich mit den eigenen Vorurteilen auseinandersetzen können.

Ein erster Workshop hat bereits am 18. Juni stattgefunden, eine zweite Veranstaltung ist für den Herbst geplant.

Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten.

Anmeldung unter: praevention [at] aidshilfe-tuebingen [dot] de

Inklusion im Kindergaerten stärken

Trägerschaft: Kinderhaus Waldhörnle e.V.

Wir, eine Elterninitiative mit 20–25 Eltern, möchten gemeinsam mit dem päd. Team des Kindergartens (5 Erzieherinnen, eine AJ, FSJ) eine Fortbildung zum Thema Inklusion und Diskriminierungssensibilität durchführen. Geplant ist ein Austausch mit einer Fachreferentin, um gemeinsam Wissen aufzubauen und unterschiedliche Perspektiven zu integrieren. Ziel ist es, einen diskriminierungssensiblen Umgang im Alltag zu fördern und alle Beteiligten für das Thema zu sensibilisieren. Im Anschluss soll das pädagogische Team Raum erhalten, um sich vertieft mit der zukünftigen Gestaltung einer Inklusionskraft-Stelle auseinanderzusetzen. Hierzu ist ein weiterer Input durch eine Expert*in mit Antidiskriminierungs-Schwerpunkt vorgesehen.

Ist so viel Reichtum gerecht? Jugendliche diskutieren!

Trägerschaft: Tübinger Verein für Sozialtherapie bei Kindern und Jugendlichen e.V. kit jugendhilfe

Geplant sind zwei Lesungen mit Podiumsdiskussionen im Oktober und November 2025. Eingeladen werden Autorinnen, Aktivistinnen und Wissenschaftler*innen, die sich mit den Themen Reichtum und sozialer Ungleichheit beschäftigen.

Die zwei Veranstaltungen werden inhaltlich bis Oktober mit einer Gruppe von Jugendlichen aus der Jugendhilfe vorbereitet. Gemeinsam werden Dokumentationen über Hyper-Reichtum geschaut, kurze Texte gelesen oder über eigene Erfahrungen gesprochen. Die Jugendlichen können entweder Fragen/Gedanken formulieren, die in die Veranstaltung eingespeist werden oder selbst an der Podiumsdiskussion teilnehmen.

“Erzählcafé gegen Vorurteile” Geschichten verbinden Generationen

Trägerschaft: Pakistan Welfare and Cultural Society Tübingen e.V.

Offizielle Einladung an die Stadtgesellschaft Tübingen

Liebe Interessierte,

im Namen der Pakistan Welfare and Cultural Society Tübingen e.V. laden wir Sie herzlich zu einem besonderen Abend ein, bei dem wir die Erfahrungen, Geschichten und Perspektiven der pakistanischen Community sowie anderer Einwanderungsgemeinschaften in Tübingen präsentieren und miteinander ins Gespräch kommen möchten.

Der Abend bietet die Gelegenheit, mehr über die Herausforderungen und Chancen der Integration in unserer Stadt zu erfahren, sich mit Vertreter*innen verschiedener Generationen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Es erwartet Sie ein moderiertes Podiumsgespräch, bei dem die Teilnehmenden ihre Erlebnisse schildern, sowie die Möglichkeit, bei kleinen Snacks ins Gespräch zu kommen.

Organisation: Für Anfragen steht Ihnen unsere Organisation gerne per E-Mail unter m [dot] aslam [at] pak-culture-society [dot] de

 zur Verfügung.

Datum: Donnerstag, 23. Oktober 2025; 18:00 Uhr-19:30 Uhr

Ort: adis e.V., Bismarckstraße 136, Tübingen (Räume sind barrierefrei)

Wichtig: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist kostenlos, und die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie diese Einladung an Ihre Netzwerke weitergeben und so zur Förderung des interkulturellen Austauschs in Tübingen beitragen.

Empowerment von Menschen mit Behinderungen und Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Ableism

Trägerschaft: Habila GmbH

Workshop: Gemeinsam stark gegen Ableism

Die Habila GmbH plant einen Workshop.

Es geht um zwei wichtige Themen:

Empowerment und Ableism.

 

Was ist das Ziel?

Menschen mit Behinderungen erleben oft Diskriminierung.

Im Workshop lernen sie Diskriminierung besser zu erkennen

und gut darauf zu reagieren.

Zum Beispiel:

Wie sie Barrieren oder schlechte Erfahrungen melden können.

Und: An welche Stellen sie sich wenden können.

 

Was bedeutet Empowerment?

Empowerment heißt:

Menschen werden stärker.

Sie können ihr Leben selbstbestimmt gestalten.

Sie wissen, welche Rechte sie haben.

Sie können selbst aktiv werden.

Ein Teil davon ist:

Anderen zeigen, wo es noch Barrieren gibt.

Und die Öffentlichkeit auf Probleme aufmerksam machen.

 

Was ist Ableism?

Ableism ist eine besondere Form der Diskriminierung.

Sie betrifft Menschen mit Behinderungen.

„able“ bedeutet „fähig“ auf Englisch.

Viele glauben: Menschen mit Behinderungen können weniger.

Das ist falsch und ungerecht.

Ein Mensch wird oft erst dann behindert,

wenn er auf Barrieren trifft.

Diese Sichtweise fehlt oft in der Gesellschaft.

Zum Beispiel:

Ein Rollstuhlfahrer und kann eine Treppe nicht hochgehen,

weil es keinen Aufzug gibt.

Anderes Beispiel:

Wenn ein Rollstuhlfahrer und ihre Assistenz unterwegs sind,

wird nur die Assistenz direkt angesprochen.

 

Was wollen wir tun?

Wir wollen das Bewusstsein für Ableism stärken.

Darum planen wir auch ein Social-Media-Projekt.

Die Teilnehmer*innen des Workshops

können – freiwillig – von ihren Erfahrungen berichten.

So helfen sie, andere Menschen zu informieren.

 

Mach mit!

Gemeinsam können wir etwas verändern.

Zeig mit uns Präsenz und sag:

Ableism hat bei uns keinen Platz!

Das wann und wo folgt demnächst.

Im Namen der Freiheit -Taras Schwetschenko

Trägerschaft: Ukranischer Verein Tübingen e.V.

Die Aufführung “Im Namen der Freiheit -Taras Schwetschenko” fördert den interkulturellen Dialog indem sie die Werte von Freiheit und Würde als allgemeines Menschengut hervorhebt. Sie findet am 27.09. im Rahmen der Interkulturellen Woche in Tübingen statt. Die Kombination aus deutschsprachigem Theaterspiel und ukrainischen Liedern soll Einwohner und Gäste Tübingens verbinden, das interkulturelle Verständnis fördern und Barrieren abbauen.

Der ukrainische Volksdichter Taras Schewtschenko wird 1814 als Leibeigener in einem Dorf in der Zentralukraine geboren und noch in der Kindheit zum Vollwaisen. Aufgrund seiner außerordentlichen Begabung erlaubt ihm sein Herr Pawel Engelhardt in Sankt Petersburg Malerei zu studieren. Der ukrainische Student saugt alle Eindrücke der rus-sischen Metropole in sich auf, lernt Polnisch und Französisch, besucht Vorlesungen über Physik ebenso wie über Kunstgeschichte und Architektur. Seine Gönner, bedeutende Maler und Literaten, veranstalten 1838 schließlich eine Lotterie, um den jungen Mann freizukaufen. Doch sein Durst nach Freiheit, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit ist da-mit nicht gestillt. Er träumt von einer Welt ohne Leibeigenschaft und Unterdrückung, von einer Welt der Gleichheit und Brüderlichkeit. Sein „Kobsar“ erscheint 1840, und die bis heute berühmte Gedichtsammlung wird zum Meilenstein der ukrainischen Literatur-sprache. 1847 wird er in Kiew verhaftet, seine Gedichte werden als „revolutionär“ einge-stuft und der Chef der Geheimpolizei Orlow schreibt an den Zaren: „Mit der Verbreitung seiner Gedichte in der Ukraine könnten Ideen über die Möglichkeit des Bestehens der Ukraine als eines selbstständigen Staates Wurzeln schlagen.“ Während Svitlana Kavka mit Bandura, einer ukrainischen Lautenzither, und Gesang (Mezzosopran) dem Publikum die zauberhafte Dichtkunst des Lyrikers näherbringt, zeichnet Mark Zak mit Witz, Humor und ohne jegliches Pathos ein lebendiges Porträt des herausragenden Künstlers und schlägt dabei einen Bogen bis in die heutige Zeit.

TüFolk Klang & KÜFA – Musik und Essen für Begegnung

Trägerschaft: Klangfolk e.V.

TüFolk Klang & Küfa – Musik und Essen für transkulturelle Begegnung

TüFolk ist eine transkulturelle Musikinitiative des gemeinnützigen Vereins Klangfolk e.V. , eine Initiative mit einer verbindenden Vision, die eine offene Einladung an alle Menschen in und um Tübingen ausspricht, unabhängig von ihren musikalischen Fähigkeiten, ihrem Alter oder ihrem kulturellen Hintergrund. Teilnehmende füllen das Projekt mit traditionellen Melodien aus ihrer jeweiligen Herkunfts-Kultur und schaffen dabei einen inklusiven Raum, in dem Menschen durch die gemeinsame Ausübung von Volksmusik auf Augenhöhe zusammenkommen. Jeder Abend widmet sich einer anderen Kultur. Durch die mündliche Vermittlung von Liedern fördern wir Vielfalt und kulturelle Teilhabe über Sprach- und Bildungsbarrieren hinweg.  Im Anschluss der TüFolk-Session wird eine gemeinschaftliche Essensausgabe (Küfa- Küche für alle) aus der jeweiligen Kultur gegen Spenden angeboten. Wir werden an vier Terminen  von Juli bis November 2025 transkulturelle Abende veranstalten.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein zu  TüFolk Klang&Küfa -Musik und Essen für transkulturelle Begegnung.

Weitere Infos über die Termine folgen unter www.klangfolk.de

E-Mail: tuebingenfolkestra [at] gmail [dot] com

TüFolk Instagram: tüfolkestra

TüFolk is a transcultural music initiative from the non-profit association Klangfolk e.V., an initiative with a unifying vision that extends an open invitation to everyone in and around Tübingen, regardless of their musical ability, age or cultural background. Participants fill the project with traditional melodies from their origins, creating an inclusive space where people come together through the shared practice of folk music. Each evening is dedicated to a different culture. Through the oral transmission of songs, we promote diversity and cultural participation across language and educational barriers. After the TüFolk Session, a communal food distribution- Kitchen for everybody- from the respective culture will be offered on a donation basis. We will host transcultural evenings on four dates from July till November 2025.

We warmly invite all interested people to TüFolk Klang&Küfa- Music and Food for transcultural encounters.

Further information about the dates follow on  www.klangfolk.de

E-Mail: tuebingenfolkestra [at] gmail [dot] com

WellSeasoned – Afrodiasporische Kochgruppe und Black Empowermentspace

Trägerschaft: Werkstatt für Eigenarbeit e. V.

WellSeasoned – Afrodiasporische Kochgruppe und Black Empowerment-Space

Im Rahmen des Projekts „WellSeasoned“ kommen Menschen mit afro-diasporischer Geschichte zusammen, um gemeinsam Gerichte aus verschiedenen Regionen der Diaspora zuzubereiten. Dabei steht nicht nur die Freude am Kochen und Essen im Mittelpunkt, sondern auch der Austausch über Identität, Zugehörigkeit und Rassismuserfahrungen – in einem geschützten und empowernden Rahmen.

Essen ist mehr als nur die Summe seiner Zutaten: Unsere Rezepte sind Erinnerungen, Rituale und Brücken zur eigenen Identität. In vier Treffen widmen wir uns jeweils unterschiedlichen Ländern der afrikanischen Diaspora, erkunden ihre kulinarischen Traditionen und teilen persönliche Geschichten. Dabei werden wir nicht nur gemeinsam kochen, sondern auch Filme zeigen, die die historischen Hintergründe der jeweiligen Länder beleuchten. Jede*r der mag, trägt bei unseren Treffen traditionelle Kleidung, die im Alltag oftmals für unangenehme Blicke sorgen. Doch unser geschützter Raum ermöglicht es uns, die Verbindung zu unseren Wurzeln zu stärken und ein Gefühl der Gemeinschaft zu schaffen.

Im Rahmen unserer Treffen stehen unterschiedliche Länder im Mittelpunkt. Wir bereiten die Nationalgerichte zu und tauschen uns über kulinarische Bräuche aus. Auf dem Menü unseres ersten Treffens steht unter anderem „Foul“, ein sudanesisches Gericht, das in großen Metalltöpfen über offenen Flammen zubereitet wird. Zur Frühstückszeit bilden sich im Sudan vor den kleinen Restaurants oftmals lange Schlangen. Die Köch*innen schöpfen riesige Portionen mit großen Metalllöffeln aus den Töpfen – oft wird das Gericht direkt vor den Läden gegessen, bevor der Arbeitstag beginnt. Seit 2023 herrscht im Sudan ein brutaler Bürgerkrieg. Wer die finanziellen Mittel hatte, verließ das Land, doch für die überwältigende Mehrheit der Menschen ist das keine Option. Sie leben unter schwierigsten Umständen und uns hier sind die Hände gebunden. Umso wichtiger ist es, diese kulinarischen Erinnerungen als Teil der eigenen Identität und der Menschen im Sudan zu bewahren und mit anderen zu teilen.

Mit WellSeasoned möchten wir einen kulturellen und kulinarischen Austausch innerhalb der Diaspora fördern. Das Projekt soll Community-Building ermöglichen – besonders für Menschen, die in ihrem Alltag täglich Rassismus erfahren. Wir schaffen einen Safe Space, in dem Empowerment, Heilung und Zusammengehörigkeit im Mittelpunkt stehen.

Gemeinsam kochen, erinnern, feiern – und gestärkt hervorgehen.

No Justice – No Peace. Aktionen gegen Anti-Schwarzen Rassismus in Tübingen.

Trägerschaft: Black Visions and Voices/ adis e.V.

Dieses Projekt wird durchgeführt von Mitgliedern der unabhängigen, selbstorganisierten Gruppe Black Visions and Voices Tübingen. Die Trägerschaft für das Projekt hat adis e.V.

Wir wollen Anti-Schwarzen Rassismus in Tübingen sichtbar machen. Obwohl Schwarze Menschen in Tübingen täglich Rassismus erleben, lebt die Mehrheitsgesellschaft in ihrer eigenen Blase. Rassismus durch die Institution Schule, Universität und die Polizei sind eine große Belastung für die Schwarze Community. Durch diese und weitere Diskriminierungsformen erleben sich Schwarze Menschen in einem unsichtbaren Kampf um Anerkennung und Gleichwertigkeit. Ein Testing im Nachtclub “Frau Holle” hat 2025 ergeben, dass Anti-Schwarzer Rassismus auch die Freizeit Schwarzer Menschen stark einschränkt. Wir wollen Tübingen hierfür sensibilisieren und in den Austausch gehen. Ebenfalls wollen wir Safer Spaces für die Schwarze Community organisieren. Aktuelle Fälle wie die Tötung des Schwarzen jungen Mannes Lorenz machen uns sehr betroffen. Wir trauern, sind wütend und wünschen uns Gerechtigkeit. Es braucht Raum um über Emotionen zu sprechen sowie Handlungsstrategien für die Zukunft.

Im Sommer findet eine Podiumsdiskussion zum Thema Anti-Schwarzer Rassismus in Tübingen statt. Die Personen, die beim Testing des Nachtclubs mitgewirkt haben, werden als Podiumsgäste angefragt. Damit wird die Tübinger Stadtgesellschaft sensibilisiert. Die Veranstaltung wird per Video dokumentiert und eine Kurzdoku daraus produziert. Vor/nach der Veranstaltung werden die Podiumsgäste und Publikum zum Thema Anti-Schwarzer Rassismus in Tübingen interviewt. Dadurch wird das Thema einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Des Weiteren organisieren wir im Sommer und Herbst zwei professionell angeleitete Empowerment-Workshops für Schwarze Menschen in Tübingen. Ein Workshop hat den Fokus auf Emotionen und Wünsche/Forderungen. Während einem Treffen wird ein offener Austausch moderiert. Ein weiterer Workshop wird sich mit dem Thema politische Positionierung zum Thema Anti-Schwarzer Rassismus beschäftigen, hier geht es eher um Handlungsmöglichkeiten zum Selbst-Empowerment.

blackvv [at] gmx [dot] de

Instagram: black.visions.voices

 

Kindertheaterwerkstatt

Trägerschaft: MasckaraTheater-Haaggasse gUG

In der Kindertheaterwerkstatt entdecken Kinder aus verschieden Herkünfte durch Improvisation, Tanz und Rollenspiel ihre Ausdruckskraft. Unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven finden Raum und Wertschätzung. Ein geschützter, fantasievoller Ort, an dem Vielfalt selbstverständlich und kreative Teilhabe möglich ist.

 

JUGEND 

Selbstbestimmt schwanger werden – praktische und rechtliche Fragen zur Heiminsemination

Trägerschaft: rubicon e.V.

Thema das Projekts ist DIY Heiminsemination, also das Durchführen des schwanger werdens mit privater Samenspende . Der Workshop richtetet sich primär an queere Menschen und ist darüber hinaus offen für alle Menschen die sich für Heiminsemination
interessieren. Reproduktionsmöglichkeiten und -rechte sind für queere Mneschen oft eingeschränkt und auf den instituationaliserten Wegen wie Samendatenbanken oft mit hohen Kosten verbunden. Im Zentrum stehen Fragen rund um schwanger und/oder Eltern werden (können). Es sollen praktische, selbstbestimmte Methoden gezeigt und rechtliche Aspekte besprochen werden. Der Workshop soll online stattfinden und für ca 11 Menschen ausgelegt. Der Workshop ist nach Aprache mit den Referent*innen auf 3 Stunden
angesetzt.

Queeres Empowerment goes live

Trägerschaft: Jugendzentrum Club Voltaire e.V.

Im Club Voltaire findet am Tag der deutschen Einheit (Fr. 3.10) ein Konzert der Freiburger “Empower-Pop”-Band “Willman” statt! Das Duo mit Sänger*in Jo singt & rappt über kompromisslose Selbstakzeptanz, queere Struggles, Mut & Selbstzweifel: Geschlechterrollen? Nö! Lückenloser Lebenslauf? Nö! Perfekte Morgenroutine? Nö!
WILLMAN sagt viel lieber “Ja” zu sich selbst, auch auf die Gefahr hin, dabei uncool zu sein und schafft einen Raum um genau das gemeinsam zu zelebrieren.

Support: t.b.a.

Konzert am Fr. 3.10 ab 20.00 Uhr auf Spendenbasis im Club Voltaire (Haaggasse 26b).

Empowermentwoche für junge Frauen*, die von Armut betroffen sind

Trägerschaft: Mädchen*treff e.V.

Reise an die Nordsee mit dem

Wir sind ein Zentrum für Mädchen* und junge Frauen* und sprechen insbesondere Adressatinnen an, deren Teilhabechancen an der Gesellschaft eingeschränkt und erschwert sind und die weniger Möglichkeiten haben, als viele andere Jugendliche.

Mit unserem TAKT-Projekt möchten wir es Mädchen* und jungen Frauen*, die mit wenig Geld auskommen müssen, ermöglichen, schöne Gruppenerfahrungen in ihrer Freizeit zu machen. Dafür planen wir gemeinsam mit dem Jugend-Orga-Team und 12-14 Teilnehmerinnen eine Ferienreise an die Nordsee.

Die Reise soll bestärkend sein und Mitbestimmung ermöglichen, deswegen sammeln wir in zwei Vortreffen Ideen für Unternehmungen und Gruppenaktivitäten vor Ort und überlegen uns, wie wir uns gemeinsam organisieren und selbst versorgen können. Dieser Prozess und die Erlebnisse auf der Gruppenfreizeit ermöglichen unter anderem ein Zugehörigkeitsgefühl, soziales Lernen, Freundschaften können entstehen und Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit werden gestärkt.

Die Reise eröffnet einen Raum zum Durchatmen – für Gespräche, zum Loslassen des Alltags und um Abstand zu dem zu gewinnen, was sonst belastend sein kann.

Eindrücke und aktuelle Infos zu der Ferienfreizeit und allem, was wir sonst machen, gibt es auf unseren Instagram-Kanälen @girlistic_tuebingen und @lena_girlistic

Meine Stimme zählt – Empowerment-Workshops für Jugendliche mit Migrations- oder Fluchthintergrund

Trägerschaft: Pakistan Welfare and Cultural Society Tübingen e.V.

Kreatives Buchprojekt für Schwarze Kinder in Tübingen und Umgebung

Trägerschaft: adis e.V.

In diesem Projekt soll eine Gruppe Schwarzer Kinder (6-12 J.) an 3 Terminen gemeinsam ein eigenes Kinderbuch gestalten. Ueber Form und Inhalt entscheiden die Kinder, die ihre vielfältigen Erfahrungen als Schwarze Kinder in Deutschland und auch ihre Träume und Hoffnungen einfließen lassen können. Angeleitet wird das Projekt von zwei Schwarzen Referent_innen, die viel Erfahrung im kreativen Schreiben, Illustrieren und der Arbeit mit Kindern haben.

Workshops zu Rassismus – für 6er an der Gemeinschaftsschule Französische Schule

Trägerschaft: Förderverein französische Schule e.V.

Im Oktober und November 2025 finden an der Gemeinschaftsschule für zwei Klassen der Jahrgangsstufe 6 (insgesamt ca. 45–50 Schüler_innen) Workshops zum Thema Rassismus statt. Die Einheiten werden von der Anti-Rassismus- und Empowermenttrainerin Aline Mistral in Zusammenarbeit mit den begleitenden Lehrkräften durchgeführt.
In fünf aufeinander aufbauenden Modulen (je 1,5 Stunden) setzen sich die Schüler_innen mit den Themen Grenzen, Diversität, Unterdrückungsformen, Rassismus und Sprache auseinander. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Empathie zu fördern und Handlungsstrategien gegen Diskriminierung zu entwickeln – mit besonderem Fokus auf die vielfältigen Erfahrungen und Perspektiven der sehr diversen Klassengemeinschaft.