Dieses Projekt wird durchgeführt von Mitgliedern der unabhängigen, selbstorganisierten Gruppe Black Visions and Voices Tübingen. Die Trägerschaft für das Projekt hat adis e.V.
Wir wollen Anti-Schwarzen Rassismus in Tübingen sichtbar machen. Obwohl Schwarze Menschen in Tübingen täglich Rassismus erleben, lebt die Mehrheitsgesellschaft in ihrer eigenen Blase. Rassismus durch die Institution Schule, Universität und die Polizei sind eine große Belastung für die Schwarze Community. Durch diese und weitere Diskriminierungsformen erleben sich Schwarze Menschen in einem unsichtbaren Kampf um Anerkennung und Gleichwertigkeit. Ein Testing im Nachtclub “Frau Holle” hat 2025 ergeben, dass Anti-Schwarzer Rassismus auch die Freizeit Schwarzer Menschen stark einschränkt. Wir wollen Tübingen hierfür sensibilisieren und in den Austausch gehen. Ebenfalls wollen wir Safer Spaces für die Schwarze Community organisieren. Aktuelle Fälle wie die Tötung des Schwarzen jungen Mannes Lorenz machen uns sehr betroffen. Wir trauern, sind wütend und wünschen uns Gerechtigkeit. Es braucht Raum um über Emotionen zu sprechen sowie Handlungsstrategien für die Zukunft.
Im Sommer findet eine Podiumsdiskussion zum Thema Anti-Schwarzer Rassismus in Tübingen statt. Die Personen, die beim Testing des Nachtclubs mitgewirkt haben, werden als Podiumsgäste angefragt. Damit wird die Tübinger Stadtgesellschaft sensibilisiert. Die Veranstaltung wird per Video dokumentiert und eine Kurzdoku daraus produziert. Vor/nach der Veranstaltung werden die Podiumsgäste und Publikum zum Thema Anti-Schwarzer Rassismus in Tübingen interviewt. Dadurch wird das Thema einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Des Weiteren organisieren wir im Sommer und Herbst zwei professionell angeleitete Empowerment-Workshops für Schwarze Menschen in Tübingen. Ein Workshop hat den Fokus auf Emotionen und Wünsche/Forderungen. Während einem Treffen wird ein offener Austausch moderiert. Ein weiterer Workshop wird sich mit dem Thema politische Positionierung zum Thema Anti-Schwarzer Rassismus beschäftigen, hier geht es eher um Handlungsmöglichkeiten zum Selbst-Empowerment.

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